Olaf Koch

Metro arbeitet konsequent an der Digitalisierung der Gastronomie. Wie das funktioniert erklärt Metro CEO Olaf Koch im Podcast.

Olaf Koch Metro AG

Wie Metro mit Daten die Gastronomie revolutioniert

With Love and Data Podcast Episode #041

Ein Blick über den Tellerrand

Olaf Koch ist seit 2012 CEO der Metro AG und arbeitet dort unter anderem daran, die Digitalisierung im Unternehmen selbst als auch für Kunden voranzutreiben. Dazu gehört auch, den Konzern zu transformieren. Wie er das macht? Durch eigene interne Startups, die Software entwickeln, die Gastronomen umfassend bei allen ihren Geschäften unterstützen.

Olaf ermöglicht uns einen Blick über den Tellerrand von Data Science, Kreativität und Kommunikation hinaus. Eines seiner Hauptanliegen als CEO der Metro AG ist, unabhängige, kleine Unternehmen in den Bereichen Daten und Digitalisierung zu unterstützen und aus Daten Insights einen Vorteil für kleinere Restaurants zu schöpfen. Denn aus der Erfahrung mit Restaurant-Ketten zeichnet sich ab, dass auch dort datenorientiertes Arbeiten einen großen Mehrwert bietet. 

Ein erster Schritt in diese Richtung war den Konzern als Lösungspartner zu betrachten. Produkte, die die Arbeit in der Küche erleichtern oder Schulungen für Köche gibt es schon länger. Wieso dann nicht auch digitale Lösungen anbieten?

Wie passen Konzern und Start-Up zusammen?

Die Zusammenarbeit zwischen der Metro AG als Konzern und den Tech-Start-Ups, stellte am Anfang eine große Herausforderung dar. Olaf sagt, dass die grundlegenden Unternehmensmodelle für Probleme sorgten.

“Die beiden Unternehmensmodelle funktionieren nicht. Das eine incentiviert Risiko nehmen, das andere incentiviert Risiko vermeiden. Das ist nicht kongruent, das passt nicht.”

So musste Olaf Rahmenbedingungen schaffen, die für beide Modelle funktionieren. Er hat erkannt, dass der Konzern für die Kunden die digitale Plattform schaffen und Basis-Tools einführen muss. Sobald die Basis-Tools genutzt werden, wird die Technikaffinität der Unternehmen höher und die Ideen der Start-Ups können vermittelt werden.

Daten sind ein Vertrauensgeschäft

Ein großes Problem, das Start-Ups in der Gastronomiebranche häufig haben, sind laut Olaf die hohen Kundenakquisitionskosten. Der Vorteil der Metro AG ist, dass sie von vornherein schon eine Kundendatenbank und auch das Vertrauen der Kunden auf ihrer Seite haben. Denn um seine Daten zur Verfügung zu stellen, ist Vertrauen unabdingbar.

“[...] wir haben das Vertrauen. Weil das Geschäft zwischen [...] einem Großhändler und seiner Kundschaft ist am Ende ein Vertrauensgeschäft.”

So können auch kleine Restaurants von Daten Insights und innovativen Technologien profitieren. Zum Beispiel durch ein Modul, das in Verbindung mit einer Speisekarte den Deckungsbeitrag pro Gericht anzeigt. Oder auch ein Personal-Verwaltungstool, das durch eine zentrale Organisation viel Zeit sparen kann. Olaf sagt, dass besonders in kleineren Restaurants selten auf so etwas geachtet wird, obwohl es einen großen Vorteil für Unternehmer darstellen kann.

Wenn [der Kunde] aber weiß, [...] wir geben dir jetzt nur das Werkzeug mit dem du die Daten aufbereiten kannst, dann lernen Kunden tatsächlich auch [...] dass die Daten die beste Zutat meines Restaurants sind.”

Olaf ist der Meinung, dass in 10 Jahren die Verfügbarkeit von Daten omnipotent sein wird. Dadurch wird in Zukunft ein achtsamer Umgang und das Einhalten von Regeln in Bezug auf Daten unerlässlich. Wie man den Missbrauch von Daten und Technologie unter Kontrolle behalten kann, wird seiner Meinung nach eine der größeren Herausforderungen der nächsten 20 Jahre.

Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, wie Olaf mithilfe von Daten Insights die Vielfalt der Gastronomiebranche schützen möchte und was seiner Meinung nach der größte Einflussfaktor für die Geschwindigkeit von technologischen Veränderungen ist, hört euch die Podcast-Folge an.

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